Die Aufregung war grenzenlos, als am Freitagmorgen die Reise begann. Endlich stand mein erstes internationales Spiel des FC Schalke 04 an. Gemeinsam mit vier Bekannten aus unserem Fanclub „Wir lassen die Sau raus“ startete ich früh morgens mit der Deutschen Bahn in Richtung Hamburger Flughafen. Trotz der üblichen Strapazen, die man in unserem geliebten Schienenverkehr erlebt, konnte absolut nichts die Vorfreude auf das bevorstehende Fußballwochenende trüben. Am Flughafen angekommen, war die Begrüßung standesgemäß herzlich mit einem kräftigen „Glück Auf!“. Keine Sekunde später wurden die mitgebrachten Püllekendosen geöffnet, der Urlaub hatte offiziell begonnen. Bereits der Hinflug war ein Erlebnis, denn es waren so viele Schalker im Flieger, dass das Bier an Bord kurzerhand leer getrunken wurde. Der Anlass der Reise war ein ganz besonderer. Der „German Giant“ war zu einem Testspiel beim irischen Erstligisten Bohemians FC geladen, einem der ältesten Fußballklubs der Welt mit einem legendär uralten Stadion. Schon die Berichterstattung im Vorfeld war beeindruckend. Es werden knapp 2000 Schalker zum Testspiel in Dublin erwartet. Wie von unserem geliebten S04 gewohnt, war das Gästekontingent schnell vergriffen, weshalb einige von uns sich mit Karten im Heimbereich eindecken mussten. Gänsehaut-Marsch durch Dublin Am Samstagmorgen weckten uns schon um 6 Uhr die Aufregung und der Durst. Früh machten wir uns auf, um diesen zu stillen. Auf dem Weg zum ersten Pub trafen wir an jeder Ecke der Stadt auf königsblaue Gesichter. Nach den ersten eiskalten Bierchen im Pub begaben wir uns zum offiziellen Treffpunkt. Von dort aus setzte sich ein unglaublicher Tross von über 1000 Schalkern in Bewegung Richtung Stadion. Der Weg dorthin war pure Gänsehaut und geprägt von dem Gesang: „International Schalke international, die Eurofighter sind wieder da, oho… !!!“ Entgegen unseren Erwartungen war sogar die aktive Szene vor Ort und sorgte für 90 Minuten durchgehenden Support. Die größte Überraschung im Stadion selbst war, dass dort tatsächlich Veltins verkauft wurde, ein Stück Heimat in Dublin! Nach dem Spiel war für die Schalker ein Zelt mit DJ aufgebaut worden, in dem die nächste Party steigen sollte. Diese musste allerdings vorzeitig beendet werden, da das gesamte Bier vom Stadion leer gesoffen war. Die Feierlichkeiten verlagerten sich daraufhin bis spät in die Nacht ins irische Nachtleben. Der letzte Tag war der freien Erkundung gewidmet. Während sich die eine Hälfte der Gruppe auf eine Busfahrt zu den atemberaubenden Klippen Irlands machte, widmeten sich die anderen weiterhin der ausgiebigen Erkundung der irischen Pub-Kultur, wobei die charmanten französischen Bekanntschaften sichtlich von dem Blau-Weißen Enthusiasmus verzaubert wurden. Was man abschließend sagen kann, ist, dass jeder Schalker, egal ob Jung und Alt, egal ob Groß und Klein, solch ein internationales Abenteuer erleben muss. Wir sind als Bekannte unseres Fanclubs nach Dublin gereist und als Freunde zurückgekehrt. Joel Heidsiek